Empathie im Beruf? Nein, danke! Wir messen unseren Erfolg an Zahlen, Daten, Fakten. Wir agieren zielorientiert, arbeiten effizient und bei uns geht es einfach „um die Sache“ und nicht um Emotionen. So könnte ein Sprecher eines wirtschaftlich agierenden Unternehmens vor kurzer Zeit noch argumentiert haben. Doch nun gibt es einen Paradigmenwechsel! Juhu!

Positive Emotionen, die Einbeziehung der Beziehungsebene, die Teamfähigkeit oder die Kundenbindung werden heute als viel versprechende Erfolgsrezepte in die Unternehmensstrategie mit einbezogen. Sei es, dass die Unternehmen sich dadurch Wettbewerbsvorteile versprechen, sei es, weil die Gesundheitsprävention gesetzlich vorgeschrieben ist oder weil die alten Strategien einfach nicht mehr aufgehen.

So hat zum Beispiel die friesische Hotelkette Upstalsboom nachweisen können, dass sie durch die verstärkte Hinwendung zu ihren Mitarbeitern wirtschaftlichen Erfolg erzielte. Unter dem Motto „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ hat das Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit um 80 % gesteigert, die Krankheitsquote von 8 % auf unter 3 % gesenkt und die Umsätze bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität erhöht! Was für ein wunderbares Leuchtturmbeispiel, das zeigt, welche Auswirkung die Hinwendung zum Menschen = Hinwendung zur Emotion = Anwendung von Empathie hat!

Was heißt denn eigentlich Empathie?

„Empathie bezeichnet“ – laut Wikipedia – „die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl. …

Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten.“

Ein weiterer Grund zu Hinwendung der Empathie liefert uns gerade das Thema Digitalisierung. Wenn wir dem Philosophen David Richard Precht glauben schenken dürfen, wird im Zeitalter der Digitalisierung derjenige „das Rennen machen“, der seine soziale Kompetenzen geschult hat.

Der einfache Grund für diese Annahme ist, dass keine Technik Empathie ersetzen kann – alles andere schon. Busfahrer können durch selbstfahrende Fahrzeuge ersetzt werden, Bankangestellte durch eBanking-Programme und der Seminarleiter wird zum Teil schon durch eLearning-Angebote ersetzt. Also, Empathie wird eine Schlüsselkompetenz im digitalen Zeitalter sein!

Doch das Thema Empathiefähigkeit spielt auch in kreativen Prozessen eine große Rolle. Gerade beim DesignThinking-Prozess sind Kompetenzen wie zuhören,

  • gute Fragen stellen,

  • sich in den Kunden hineinzuversetzen, gefragt.

Hier hat derjenige einen Vorteil, der sich gut in andere hineinfühlen kann und die Fähigkeit besitzt, durch kluge Frage Kundenbedürfnisse heraus zu kitzeln. Also Mitarbeiter, die gelernt haben, die Kundenbrille aufzusetzen und aus dieser Perspektive die Produkte, die Onlineprozesse, das Unternehmen oder die Produkte bewerten lernen. Das Unternehmen Nike zum Beispiel testet eigene Produkte dadurch, dass die Mitarbeiter Kunden spielen und die dafür zur Verfügung gestellten Fußballfelder oder Laufbahnen nutzen.

Empathiefähigkeit ist eine Kompetenz, die viele Mehrwerte bietet: Empathie fördert die Zusammenarbeit, stärkt das Vertrauen, senkt die "Stresshormone", belebt die Beziehungsebene, sorgt für Wohlbefinden, hilft, kreative Prozesse erfolgreich zu gestalten, beugt Konflikten vor... Empathiefähigkeit ist wie ein Muskel, der trainiert werden kann. Empathie braucht ein wenig Übung, die Bereitschaft, sich auf den anderen einzustellen sowie die Abwesenheit von Stress und Angst.

In NLP-Seminaren wird diese Fähigkeit genauso gestärkt und eingeübt wie die Grundlage der Empathie – nämlich die Selbstwahrnehmung!

Hier gibt es mehr Informationen zur Ausbildung NLP-Practitioner im Beruf.

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